Das altbewährte Trabbi-Logo

Glückwunsch Trabbi!

Der Trabant hat dieses Jahr sein 50. Jubiläum! Er ging 1957 beim VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau in Produktion und lief dort bis 1991 vom Band. In Deutschland gibt es heute leider nur noch rund 52.400 Trabbis. Anfänglich galt die Baureihe als sparsam und robust, später jedoch erwies sie sich jedoch aufgrund fehlender Innovationen als veraltet. Heute gilt der Trabi als Kultauto, das verschiedene Fanclubs würdigen. Zum „Trabi-Treffen“ in Zwickau kommen jährlich rund 20.000 Besucher. Aus diesem Anlass möchten wir ihm hier eine eigene Rubrik widmen.
Schon die erste Testfahrt eines Trabant-Prototypen sorgte für Aufsehen. Der Erfinder des Trabbi fuhr damals ungebremst in einen Gülle-Transporter (auf vogtländisch "Odel-Auto"), woraufhin sich dessen Verschlussystem löste und den neuen Trabant mit seinem Inhalt völlig überdeckte. Manche böse Zungen behaupten, der Trabbi wäre diesen Geruch nie mehr losgeworden. Heute macht man sich manchmal ungerechterweise über das praktische Auto lustig, wegen der geringen Leistung von 16kW auf 630kg.

Ich selbst zolle dem DDR-Gefährt aber allen Respekt, schließlich hielt er lange Fahrten auf den Rumpelautobahnen der Republik aus. Verbiegen konnte sich ja nichts, denn wegen Blechmangels bestand der Trabant zu fast 100 Prozent aus Hartplastik. Daher kommt auch der Zweitname "Pappe". Wenn doch einmal etwas kaputt war, musste man lange auf Ersatzteile hoffen.

So sah unser Trabant 601 aus Wir hatten einen grünen Trabant 601 Deluxe Edition mit Panoramafenstern hinten. Gefahren haben wir den bis ins neue Jahrtausend hinein, was wohl eher selten ist. Liebgewonnen hatten wir den lustig dreinblickenden Trabbi allesamt und die Trennung fiel auch schwer. Besonders wir Kinder hingen an der alten Familienkutsche, die mein Vater mit seinem Bruder selbst aus Trabbi-Schrott zusammengebaut hatte. Schließlich war er auch eine Luxusvariante - Fellsitzbezüge, weißer Leder-Dachhimmel, Kippdach und Radio zeichneten ihn aus.
Schwer zu lenken war er dennoch, weshalb mein Vater immer sagte "Wer Trabbi fahren kann, der kann auch jedes andere Auto fahren." Ich kam leider nicht mehr in den Genuss, der Trabant zerwürfelte sich vorher in der Schrottpresse.

Was bleibt, ist die Erinnerung an Fahrkomfort und Geruch, aber auch an die schönen Momente mit dem Ostauto. Geblieben sind auch die Witze, von denen ich hier einige einbringen werde.

Impressionen des Trabant

Trabbi-Luxus-Limo So könnte eine Neuauflage des Klassikers aussehen Trabant mit bedenklich kurzem Radstand Hoch hinaus: Dieser Trabant fährt wohl nicht mehr Fit für den Sachsenring

Trabbi-Witze

"Wann erreicht der Trabant seine Höchstgeschwindigkeit? Wenn er abgeschleppt wird!"

"Alle Trabbifahrer kommen in den Himmel. Warum? Sie hatten bereits die Hölle auf Erden."

"Wieviele Arbeiter braucht man, um einen Trabi zu bauen? Zwei: Einer faltet, einer klebt."

"Wie nennt man einen Unfall mit drei Trabis? Tupperparty"

"Von 1989: Warum wird der Trabi nun ohne Motor gebaut? Weil im Land eh alles bergab geht"

"Was bedeutet die Bezeichnung 601? 600 haben ihn bestellt, einer hat ihn bekommen."

"Was ist ein Trabi auf einem Berg? Ein Wunder."

"Wie verdoppelt man den Wert des Trabis? Indem man ihn volltankt."

"Trabbifahrer fahren steuerfrei! Wenn sie sich anschnallen gilt ihr Gefährt als Rucksack."

"Warum heißt der Trabbi Trabbi? Weil er so langsam ist. Wäre er schneller, hieße er Galoppi!"

"Kennen Sie den Unterschied zwischen einem Trabbi und einem Düsenjäger? Den Düsenjäger sieht man, bevor man ihn hört. Den Trabbi hört man, lange bevor man ihn sieht."

"Ein Trabbi-Besitzer an der Tankstelle zum Tankwart: "Für meinen Trabbi hätte ich gerne zwei Scheibenwischer." Darauf der Tankwart: "Das ist okay, das finde ich einen fairen Tausch!"




Sie haben eine eigene Trabbi-Story, schöne Trabbi-Fotos oder kennen noch bessere Witze? Dann schreiben Sie mir!


Ein Dank für die Anregung zu dieser Site geht an meinen Cousin Felix!